Ovahe und Anakena – ein bisschen Südsee an zwei Stränden

Ovahe

Wer Südseeflair auf der Osterinsel sucht, muss an die Nordküste zu den beiden Stränden, die eigentlich je nur eine relativ schmale Bucht bilden, fahren. Kommt man aus Richtung Osten, so trifft man zunächst auf die rot schimmernde Felswand des Maunga puha. Ihr zu Füßen liegt der kleine Sandstrand Ovahe am türkisblauen Wasser.

 

In der Ovahebucht baden selten Touristen,  hier ist man ziemlich ungestört

Der Strand ist wie anderswo auch ziemlich steinig, nur in der Bucht findet man ein schmales Stück Sandstrand

 

In östlicher Richtung sieht man das Poikeplateau

 

Anakena

Etwas breiter und insgesamt beeindruckender taucht hinter der Felswand die Bucht Anakena auf. Die Straße zwischen Hangaroa und Anakena wurde erst 1997 asphaltiert und ist gut zu befahren.

 

Am Strand Anakena landeten vor rund 1500 Jahren die ersten Siedler mit ihrem Anführer Hotu matua. Die Bucht wurde zur Residenz der Königsfamilie und damit „tabu“ für die übrige Inselbevölkerung. Vor Jahrhunderten war die Bucht nur für spezielle Feste und Zeremonien, wie das alljährliche Rezitieren der Rongorongo-Schrifttafeln zugängig und dabei versammelten sich hier viele Menschen.

Die Bucht von Anakena hat eine ganz eigene Aura. Es ist zunächst die geschichtsträchtigste Stelle der Insel, wo einst die ersten Fremden den Fuß auf die Insel setzten. Der wieder aufgerichtete Ahu Nau Nau, wo die Moais ihre Pukao erhielten und die von  der Kon-Tiki-Expedition aufgestellte Statue tragen zu dem Zauber der Bucht ebenso bei, wie Fragmente von älteren Statuen,  die wie in einem Museum aufgestellt wurden und zu besichtigen sind.

 

 

1960 sind in der flachen Bucht einige Dutzend Kokospalmen gepflanzt worden. Anakena ist der beste Ort auf der Osterinsel für ein erholendes Bad. Das Schwimmen im das ganze Jahr über 20 Grad  warmen Meerwasser ist völlig ungefährlich. Haifische wurden in der Nähe des Sandstrandes noch nie gesichtet.

Der schöne Sand stammt von abgestorbenen Korallenbänken vor der Küste und bedeckt je nach den vorherrschenden Meeresströmungen die Bucht mehr oder weniger.

Für die Touristen gibt es ein Toilettenhäuschen und Tische zum Picknick. Doch das kann gefährlich werden, denn es ist nicht selten, dass eine Nuss oder ein abgestorbener Zweig mit großem Poltern auf die Tische fällt, da möchte man seinen Kopf nicht darunter halten.

Zur Bucht gehört der imposante Ahu Nau Nau. Der Ahu wurde 1978 restauriert, wobei die inzwischen berühmt gewordenen Reste eines Auges (jetzt im Museum zu sehen) zum Vorschein kamen.

 

An den Rücken der Moai sind noch originale Gravierungen erkenntlich

 

In der meerseitigen Stützmauer ist ein alter und kleinerer Moai-Kopf eingebaut.
Mehrere Steinplatten weisen gut erhaltene Petroglyphen auf
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Der einzelne, auf dem Ahu Ature Huki stehende Moai wurde 1956 als erste Statue der Neuzeit durch die Kontiki-Expedition mit Insulanern zusammen wieder aufgerichtet.

 

Eine kleine Erinnerungstafel würdigt die Mithilfe des damaligen Bürgermeisters Pedro Atan und des noch lebenden Lazaro Hotus (2008).